Hoi An oder Der Weg ist das Ziel

2010
11.09

Heute morgen gegen 7.30 Uhr sind wir nach 12 Stunden Schaukelfahrt im Schlafbus endlich heil in Hoi An angekommen (dessen waren wir uns zwischendurch nicht immer sicher, siehe unten).

Der Zustand dieser sogenannten Nationalstrasse (und wahrscheinlich auch einzigen befahrbaren Strasse – jedenfalls nach vietnamesischen Standards), auf der wir die ganze Nacht unterwegs waren, laesst sich am besten damit beschreiben, dass der Eichberg  vor, naja, sagen wir mal 20 Jahren, dagegen als Highway durchgegangen waere … (fuer alle, die den Eichberg nicht kennen: erklaer ich euch noch)

Der monsunartige Regen seit Nha Trang hat dabei sein Uebriges getan, die letzten noch verbliebenen geteerten Flaechen (das Wort “Strasse” waere hier unangebracht) in 450 km schlammige Schotterpisten zu verwandeln.

Die mit Regenwasser gefuellten Schlagloecher waren teilweise so tief, dass das Gepaeckfach unseres Reisebusses (und damit auch unsere Rucksaecke) teilweise unter Wasser stand und alles in einem Zustand in Hoi An ankam, den man nicht wirklich als “trocken” bezeichnen kann. Der Inhalt unserer Rucksaecke logischerweise auch.

Naja, endlich mal ein Grund, nach nunmehr 11 Tagen Reise unsere 3 T-Shirts in den hoteleigenen Reinigungsservice zu geben ;)

Aber eigentlich waere auch das nicht noetig gewesen, schliesslich haben wir uns vorhin im Shopping-Paradies Hoi An (uebrigens ein sehr schoenes, beschauliches, kleines Staedtchen) fuer 2$ einen Satz neue T-Shirts gekauft :)

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Bei der Gelegenheit hat Stephan beim oertlichen Schneider auch gleich noch Mass fuer einen neuen Anzug nehmen lassen, den wir morgen direkt abholen koennen. Mal sehen, was dabei rauskommt … ;)

Ach ja, geschlafen haben wir im Bus komischerweise trotzdem. Bestimmt ganze 3 Stunden. Erstaunlich, an was man sich alles gewoehnen kann … dagegen war der Flughafen in Doha schon fast gemuetlich ;)

2 Responses to “Hoi An oder Der Weg ist das Ziel”

  1. Barbara sagt:

    Also den Anzug von Stephan muss ich unbedingt sehen. Vielleicht hätte ich Euch meine Maße auch mitgeben sollen?
    Nach so einer Nachtfahrt weiß man erst, was der Mensch alles aushalten kann. Ich dachte Island wäre schon der Gipfel der Abenteuer.
    Ihr habt meine volle Bewunderung.

  2. Stephan sagt:

    Passt schon … die 90-60-90 hab ich noch im Kopf ;)

    Aber so, wie der mich vermessen hat, haette das vielleicht gar nichts gebracht. Ich glaube, die haben hier ihr ganz eigenes Vermessungs-System. Passen tut’s jedenfalls … die zwei Anzuege und die drei Hemden :)