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35 Stunden im Niemandsland

2010
11.18

Nachdem uns unser kuehner Plan, alleine mit den Franzosen zur Grenze zu fahren erstaunlich gut funktioniert hat und es auch an der vietnamesischen Grenze selbst keine nennenswerten Probleme gab, haben wir dort oben sogar noch 6 weitere Traveller getroffen, die die gleiche Idee hatten und sich uns spontan anschlossen, um zusammen Richtung Laos zu marschieren.

Bis dahin lief alles super: nette Leute, mit denen wir sogar schon Plaene fuer die Weiterreise in Laos geschmiedet haben, entspannte Atmosphaere, strahlender Sonnenschein. Eigentlich alles bestens …

… bis tragischerweise einer unserer spanischen Begleiter gegen 8.30 Uhr kurz nach der Grenze zusammengebrochen ist. Da wir beide die letzten in unserem Tross waren und alle anderen nichts davon mitbekommen haben, sind wir ihm sofort zuhilfe geeilt. Traurigerweise waren unsere halbstuendigen Wiederbelebungsversuche auf der Strasse erfolglos …

Ungluecklicherweise passierte das Ganze genau zwischen den beiden Grenzpunkten von Vietnam und Laos, was alles nicht gerade einfacher machte.

Jedenfalls haben wir die nachfolgenden 1 1/2 Tage mit Verhoeren, Leichenbeschauungen, Protokollen, ohne Pass (den hatte man uns abgenommen), ohne Visum und mit ca. 30 Grenzbeamten verbracht, bis man uns am nachfolgenden Tag (auch auf Druck der Deutschen Botschaft hin)  gegen 16.00 Uhr endlich hat einreisen (!) lassen.

Die mittlerweile (nach anderthalb Tagen!) eingetroffene Ambulanz nahm uns “grosszuegigerweise” umsonst mit in die naechste Stadt, wo wir erstmal voellig erschoepft im erstbesten Hotel ins Bett gefallen sind.

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