Heute ging’s auf nach Luang Prabang. Wieder mal mit dem Bus …
Anfangs sah der scheinbare Linienbus noch ganz normal aus: viele Einheimische, eine Hand voll Touristen, jeder Platz besetzt, hier und da ein Sack Reis dazwischen und unser Gepaeck natuerlich wieder auf dem Dach. Wo auch sonst? Wie gesagt: anfangs …
Wir waren noch nichtmal richtig aus der Stadt raus, da hielt der Bus auch schon wieder an: am Strassenrand standen naemlich 3 Laoten mit ca. 10 grossen Tueten, Saecken und Kisten und wollten mit. Also: rein damit!
Da das Dach des Busses allerdings schon mit Gepaeck voll war, kam alles in den Innenraum: in den Gang, unter die Sitze, auf die Treppe, vor die Tuer … wo halt gerade Platz war.
Gefuehlte 5 km spaeter das gleiche Spiel nochmal: 1 Laote mit 3-4 grossen Saecken. Und selbstverstaendlich wurde der auch noch mitgenommen. Also: wieder rein damit!
Irgendwann wurde uns klar, dass wirklich jeder am Strassenrand mitgenommen wird, voellig egal, wie voll der Bus bereits ist. Irgendwo ist schon noch Platz
Aber irgendwann half auch alles Umschichten von Kartons und Saecken nichts mehr und unsere Bustuer ging nicht mehr zu. Egal, ging’s halt erstmal ein paar Kilometer mit offener Tuer weiter, bis wieder einer ausgestiegen ist
Das ganze Treiben dauerte uebrigens 6 Stunden (fuer ca. 190 km!), wobei es die ganze Zeit durch die traumhafte Berglandschaft Laos’ ging
Angekommen in Luang Prabang ging’s mit dem Tuk-Tuk zum Hotel (die Dinger sind uebrigens fuer 9 Personen zugelassen. Offiziell. Reingepackt wird allerdings, was reinpasst …
)
Nach einem kurzen Bummel ueber den oertlichen Markt haben wir beim Schlendern durch die Stadt ziemlich schnell alle Leute von der Grenze wiedergetroffen, mit denen wir dann auch den Rest des Abends in einer Bar und abschliessend in einer (Achtung!) laotischen Disco verbracht haben.
Laotische Disco muss man sich dabei folgendermassen vorstellen:
- Laotische Live-Musik
- Am Anfang jedes Liedes tanzen zwei “Vortaenzerinnen” in Mini-Miniroecken, bis sich die ersten auf die Tanzflaeche trauen und exakt denselben Tanz nachahmen, bis die Tanzflaeche voll ist
- Am Ende eines Liedes verlassen alle fluchtartig die Tanzflaeche, bis das Ganze beim naechsten Lied von vorne beginnt
- Punkt 23.30 Uhr ist von einer Minute auf die naechste alles vorbei und die Disco im Nu leer
Alles in Allem: ein traumhaftes Erlebnis im “Muong Swa by Night”

Bin ich froh, dass ihr alles gut überstanden habt. Eure Berichte klingen wieder sehr positiv. Trotzdem bin ich froh, wenn Ihr wieder in der Maschine nach Deutschland sitzt. Habe Conny und Widi sofort gemeldet, dass es im Blog weitergeht. Sie haben sich beide auch Sorgen gemacht.
Also Ohren steif halten und die letzten Tage gut und mit vielen neuen Erlebnissen, natürlich nur positiver Art überstehen.