Archive for the ‘Essen’ Category

Dien Bien Phu – Nachtrag


2010
11.16

Zwar spricht hier in der Gegend kaum noch jemand englisch, aber interessanterweise war die Koechin des Strassenrestaurants, in dem wir grad unsere abendliche Nudelsuppe geschluerft haben, in den 80ern mal fuer einige Zeit in Berlin und sprach auf einmal deutsch mit uns.

Sie hat dann auch gleich mal ein bisschen rumtelefoniert, als sie von unserem Problem gehoert hat und uns erklaert, dass der Bus theoretisch schon jeden Tag faehrt, aber momentan leider kaputt ist … ;)

Also vielleicht doch keine so schlechte Idee, morgen auf eigene Faust von hier abzuhauen, anstatt bis Donnerstag (oder Freitag, oder Samstag, oder …) zu warten :)

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Ha-Long-Bucht


2010
11.14

Nach einem schnellen Baguette von der alten Strassenverkaeuferin nebenan ging’s heut direkt mit dem Bus ins ca. 3 1/2 Stunden entfernte Ha-Long-Stadt, um dort auf eine gemuetliche 10-Personen-Dschunke umzusteigen und anschliessen quer durch die gleichnamige Bucht zu schippern :)

Ha-Long-Bucht

Man kann eigentlich nur sagen: atemberaubend, trotz der vielen Touristen.

Bei einem wirklich leckeren Mittagessen (Fisch, Tintenfisch, Huehnchen, Schwein, Tofu (fuer die ganz Harten), Gemuese …) mit extrem coolen Ausblick und chilliger Musik ging’s dann erstmal weiter nach draussen. Insgesamt echt eine nette Atmosphaere an Bord: kein stressender Guide, angenehme Leute, wunderschoene Landschaft … hier laesst sich’s aushalten :)

Da bis zum Abendessen noch genuegend  Zeit war, ging’s noch ein wenig mit dem Kajak durch die Bucht (was uebrigens bei der Kulisse drumherum ziemlich geil ist) und anschliessend mit einem Sprung vom Sonnendeck ins ca. 26 Grad warme, tuerkisblaue Wasser :)

Kajak-Fahren

Joa … mehr als ein bisschen chillen auf dem Sonnendeck, Tagebuch schreiben und dem guten Essen haben wir dann auch nicht mehr gemacht … zuschauen alleine hat schon gereicht. Die Umgebung war einfach faszinierend genug :)

Ha-Long-Bucht

Da tat es der Stimmung auch keinen Abbruch, dass unsere Besatzung trotz der eindringlich bittenden, verrueckten Franzoesinnen an Bord abends um 23.00 Uhr keine Lust mehr auf unsere Karaoke-Darbietungen hatte ;)

Endlich Zugfahren!


2010
11.12

Man stelle sich vor: es regnet nicht! Ueberall nur Sonnenschein! Naja, kaum scheint wieder die Sonne, ist es gleich viel zu warm …

Heute stand mal echtes Sightseeing auf dem Programm, sprich Kaiserpalast und verbotene Stadt auch von innen! War zwar ziemlich beeindruckend (vor allem die Groesse des Ganzen), aber durch Vernachlaessigung in den letzten 40 Jahren auch leider ziemlich runtergekommen. Schoen war’s trotzdem :)

Richtig spannend wurde’s erst nachmittags, denn dann ging’s endlich zum Bahnhof. Hanoi, wir kommen!

Bereits am Bahnhof fuehlte man sich in alte DDR-Zeiten zurueckversetzt. Vom Zug selber ganz zu schweigen. Der Unterschied war eigentlich nur, dass hier vom Schaffner Huehnchen verkauft wird. Nur leider sah das so aus, als haette es die Strecke Saigon-Hanoi schon mehrmals hinter sich …

Naja, wir haben uns dann doch lieber fuer Trockenfleisch und Bier entschieden. Letztendlich war’s aber egal, denn das Fleisch war leider auch schon vor ca. 3 Monaten abgelaufen … hat trotztdem geschmeckt ;)

Warten am Bahnhof in Hue

Alles in allem ‘ne lustige und ziemlich nostalgische Zugfahrt. Zwar sind wir 1 Stunde zu spaet losgefahren und 3 1/2 Stunden zu spaet angekommen, aber bei (geplanten) 12 Stunden Fahrzeit fuer 600 km spielt das eigentlich auch keine Rolle mehr ;)

Eine Reklamation bzgl. der Verspaetung (und Kostenrueckerstattung) haben wir uns allerdings gespart. Irgendwie waren wir schon froh, dass wir den Aufruf unserers Zuges (auf vietnamesisch, logisch) ueberhaupt mitbekommen haben. Aufruf deswegen, weil hier scheinbar vor Einfahrt des Zuges keiner auf den Bahnsteig darf, sondern jeder Zug eine eigene Wartehalle hat, aus der man dann mit Megaphon aufgerufen wird, um sich in Reih und Glied zum Einsteigen anzustellen ;)

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Mekong-Delta – 2. Tag


2010
11.05

Heute ging’s mit einem kleinen Kutter mitten in den “schwimmenden Markt” von Can Tho, anschliessend noch kurz hier- und dahin und gegen Mittag mit dem Bus wieder zurueck nach Saigon.

Schwimmender Markt Can Tho

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Mit dem Touri-Bus ins Mekong-Delta


2010
11.04

Nachdem wir gestern in Cu Chi in den Tunneln der Viet-Cong rumgestoebert haben, hiess es heute endlich: Mekong-Delta!

Nach einem kurzen Fruehstueck ging es (wieder mal 6.00 Uhr) auf dem Saigon-River mit dem Speedboot Richtung My Tho, um dort in einen kleineren Touristen-Kahn umzusteigen und die erste der drei geplanten Inseln (”Dragon Island”) im Mekong anzusteuern.

Hier mussten wir ein honigsaft-aehnliches Getraenk zu uns nehmen, durften einheimische Fruechte – wie bspw. Bananen – probieren und nebenbei traditioneller vietnamesischer Musik (”Jingle Bells”; Zitat unseres Tourguides: “Same song as everyday …”) lauschen … auf gut deutsch: ziemlich fuer’n Eimer. Aber egal, kommen ja noch zwei Inseln …

Auf der naechsten Insel hat man uns dann lang und breit erklaert, wie man aus Kokosnuessen Bonbons herstellt (und das natuerlich nur auf dieser Insel! ;) ) und warum man am besten moeglichst viele davon kaufen sollte …

Zwar war uns nicht ganz klar, wie die von Hand hergestellten und verpackten (man konnte ja schliesslich dabei zuschauen) Bonbons ploetzlich in die zum Verkauf angebotenen, vakuumverpackten Folien gekommen sind, aber wahrscheinlich hat man sich diesen Schritt in der Darbietungskette der touristischen Einfachheit halber einfach gespart … aber egal, wir haben trotzdem welche gekauft, waren ja schon irgendwie lecker :)

Zwar haben wir die zweiten Insel in kleinen Holzbooten auf palmengesaeumten Kanaelen wieder verlassen, aber viel doller als die erste war sie auch nicht gerade. Naja, egal, kommt ja noch eine … :)

Auf der dritten Insel hiess es dann endlich: Essen! Natuerlich gab es nur ein Restaurant zur Auswahl (wen wundert’s?), aber den dort angebotenen Elefantenohrfisch mussten wir trotzdem probieren … und der war auch wirklich lecker! :)

Danach (ca. 15.00 Uhr) ging’s mit dem Boot zurueck und anschliessend nochmal 2 1/2 Stunden mit dem Bus ins 90 km entfernte Can Tho zum Hotel. Aufgrund der extremen Strassenzustaende (Autobahn bzw. Nationalstrasse!) war an Schlaf dabei leider nicht zu denken. Spaetestens wenn man nach dem ersten Einnicken an der naechsten Bodenwelle bei Tempo 80 ca. 10 cm vom Sitz abhebt, ueberlegt man sich, ob man nochmal einschlafen will oder sich doch lieber festhaelt ;)

Ach ja, Gurte gab’s leider keine, dafuer aber eine Klimaanlage, die einem unaufhoerhrlich und unregulierbar die ganze Zeit ins Gesicht geblasen hat … soviel zum ersten Tag Mekong-Delta und organisierte Tour :)

Immerhin haben wir uns nach der Ankunft im Hotel (ohne AC) noch ein nettes vietnamesisches Strassenrestaurant gesucht. Zwar haben wir es bei der Erklaerung unserer Essenswuensche mit Haenden, Fuessen, Woerterbuch und anderen Anwesenden nur zu Nudeln mit Rindfleisch geschafft, die waren dafuer aber umso besser :) … Vielleicht lag das mit den Kommunikationsproblemen auch daran, dass es kein vietnamesisches Restaurant war und der Kellner deswegen die Uebersetzungen in unserem Reisefuehrer nicht verstanden hat, aber wer weiss das schon so genau, wenn man weder die Karte noch den Restaurant-Namen lesen geschweige denn aussprechen kann … ;)

Sai Gon


2010
11.02

Jetlag! … Irgendwie sind wir heut ziemlich spaet aufgewacht/aufgestanden (10:30 Uhr), aber neben der Zeitverschiebung haben wir ja noch das komplett dunkle Zimmer (Suite ohne Fenster) als Ausrede ;)

Als wir’s geschafft hatten, aufzustehen, haben wir uns erstmal mit Busfahren in Vietnam beschaeftigt. Zwar ist es super-guenstig (3.000 VND/ca. 0,10 EUR) und spannend, aber irgendwie weiss man nie so recht, wo man am Ende rauskommt … ?!? Naja, das Ende der Reise war jedenfalls der Ben-Thanh-Markt, eine Markthalle im alten, urspruenglichen Sai Gon, in der es so gut wie alles zu kaufen gab und wir erstmal unser verschlafenes Fruehstueck nachgeholt haben :)

Auf der Suche nach dem Ho-Chi-Minh-Stadt-Museum (welches wir nicht wirklich gefunden haben), sind wir irgendwie im Traveller-Viertel von HCMS gelandet, wo wir dann auch gleich mal ein Hotel in einer dunklen Seitengasse fuer die naechsten zwei Tage sowie eine Tour mit dem Speedboat nach Cu Chi gebucht haben.

Dank Stephan’s Abkuerzung auf dem Weg zurueck zur Bushaltestelle sind wir die nachfolgende Stunde im Regen, im Dunkeln quer durch HCMS geirrt (der Stadtplan, den wir heut gekauft haben hat seine aktuellsten Jahre auch schon lange hinter sich), um schliesslich doch ein Taxi zu nehmen, bei dessen Zustand wir uns allerdings auch nicht wirklich sicher waren, jemals wieder im Hotel anzukommen …

Und zum Schluss wie immer die grosse Unbekannte: Abendessen in Chinatown. Es war wohl irgendwas mit Garnelen, Nudeln und Fleisch. Welches Fleisch bzw. was die anderen 10 Zutaten waren, wissen wir bis jetzt noch nicht. Unserem Magen geht’s allerdings gut :)

Die naechsten Tage koennte’s hier bzgl. Infos etwas duenner werden, da wir morgen fast den ganzen Tag in Cu Chi und anschliessend wahrscheinlich zwei Tage im Mekong-Delta unterwegs sein werden … keine Ahnung, wie die’s auf den Inseln da mit dem Internet handhaben …

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“Good Morning Vietnam”


2010
11.01

Aufstehen 4:45 Uhr, Abreise Richtung Flughafen 5:30 Uhr … und um 9:15 Uhr hiess es dann endlich: “Willkommen in Vietnam” :)

Nach unseren ersten fuenf Minuten auf vietnamesischem Boden hat’s Thomas doch tatsaechlich geschafft, das erste Mal sein Portemonnaie zu verlieren. Gluecklicherweise gibt es hier ehrlich Kellner, die es einem auch noch aufheben und (mit Inhalt) zurueckgeben ;)

Als wir die 20 Minuten danach mit dem Verhandeln mit “illegalen” Taxifahrern verbracht hatten, die uns 50 bzw. 35 $ fuer eine Fahrt in die Stadt abknoepfen wollten (5 Minuten spaeter waren’s komischerweise nur noch 15 $ ;) ), hatten wir dann doch einen richtigen Taxifahrer gefunden … der uns dann bei der Ankunft im Hotel allerdings auch ueber’s Ohr hauen wollte. Als wir allerdings einen Passanten um eine englisch-vietnamesische Uebersetzung fuer den voellig ueberhoehten Fahrpreis von 200.000 VND bitten wollten (das Taxometer zeigte 130.000 VND!), hatte sich die Sache komischerweise auch erledigt ;)

Suite bezogen und zu Fuss auf zum naechsten Markt (das jedenfalls dachten WIR … irgendjemand an der Rezeption hatte uns wohl in die falsche Richtung geschickt) inkl. erstem leckeren asiatischen Essen im Strassenrestaurant, auch, wenn wir nicht so genau wussten, was eigentlich alles drin war. Aber fuer 10.000 VND (ca. 0,30 EUR) war das irgendwie auch egal :)

Zum Abendessen gab’s noch leckere Nudeln und Rind in der Strassenkueche um die Ecke. Das Erlebnis, Thomas dabei das erste Mal mit Staebchen essen zu sehen, war dabei gratis ;)