Archive for the ‘Leute’ Category

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Eindruecke


2010
11.23

Sind heute mal problemlos aus Laos aus- und nach Kambodscha eingereist. Uns geht’s uebrigens gut :)

Hier mal ein paar Eindruecke der letzten Tage:

Unterwegs irgendwo in Laos …

Unterwegs in Laos

Unterwegs irgendwo in Laos

… in Oudomxay …

Oudomxay

… in Luang Prabang …

In Luang Prabang

Nochmal in Luang Prabang

Auf dem Fluss

Am Wasserfall

Und was morgen angeht, freuen wir uns auf Angkor :)

Luang Prabang


2010
11.21

Heute ging’s auf nach Luang Prabang. Wieder mal mit dem Bus … ;)

Anfangs sah der scheinbare Linienbus noch ganz normal aus: viele Einheimische, eine Hand voll Touristen, jeder Platz besetzt, hier und da ein Sack Reis dazwischen und unser Gepaeck natuerlich wieder auf dem Dach. Wo auch sonst? Wie gesagt: anfangs …

Wir waren noch nichtmal richtig aus der Stadt raus, da hielt der Bus auch schon wieder an: am Strassenrand standen naemlich 3 Laoten mit ca. 10 grossen Tueten, Saecken und Kisten und wollten mit. Also: rein damit!

Da das Dach des Busses allerdings schon mit Gepaeck voll war, kam alles in den Innenraum: in den Gang, unter die Sitze, auf die Treppe, vor die Tuer … wo halt gerade Platz war.

Gefuehlte 5 km spaeter das gleiche Spiel nochmal: 1 Laote mit 3-4 grossen Saecken. Und selbstverstaendlich wurde der auch noch mitgenommen. Also: wieder rein damit!

Irgendwann wurde uns klar, dass wirklich jeder am Strassenrand mitgenommen wird, voellig egal, wie voll der Bus bereits ist. Irgendwo ist schon noch Platz ;)

Busfahren :)

Aber irgendwann  half auch alles Umschichten von Kartons und Saecken nichts mehr und unsere Bustuer ging nicht mehr zu. Egal, ging’s halt erstmal ein paar Kilometer mit offener Tuer weiter, bis wieder einer ausgestiegen ist ;)

Das ganze Treiben dauerte uebrigens 6 Stunden (fuer ca. 190 km!), wobei es die ganze Zeit durch die traumhafte Berglandschaft Laos’ ging :)

Angekommen in Luang Prabang ging’s mit dem Tuk-Tuk zum Hotel (die Dinger sind uebrigens fuer 9 Personen zugelassen. Offiziell. Reingepackt wird allerdings, was reinpasst … ;) )

Nach einem kurzen Bummel ueber den oertlichen Markt haben wir beim Schlendern durch die Stadt ziemlich schnell alle Leute von der Grenze wiedergetroffen, mit denen wir dann auch den Rest des Abends in einer Bar und abschliessend in einer (Achtung!) laotischen Disco verbracht haben.

Laotische Disco muss man sich dabei folgendermassen vorstellen:

  1. Laotische Live-Musik
  2. Am Anfang jedes Liedes tanzen zwei “Vortaenzerinnen”  in Mini-Miniroecken, bis sich die ersten auf die Tanzflaeche trauen und exakt denselben Tanz nachahmen, bis die Tanzflaeche voll ist
  3. Am Ende eines Liedes verlassen alle fluchtartig die Tanzflaeche, bis das Ganze beim naechsten Lied von vorne beginnt
  4. Punkt 23.30 Uhr ist von einer Minute auf die naechste alles vorbei und die Disco im Nu leer

Alles in Allem: ein traumhaftes  Erlebnis im “Muong Swa by Night” ;)

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Oudomxay


2010
11.20

Wie wir heute feststellen mussten, haben wir nur noch eine Woche :(

… und damit mindestens 3 Woche zu wenig fuer Laos.

Naja, heute ging’s jedenfalls mit dem Bus nach Oudomxay. Klingt einfach, ist es eigentlich auch: man muss nur mit einem Tuk-Tuk zum oertlichen Busbahnhof fahren (wenn man es mal geschafft hat, dem Fahrer auf laotisch zu erklaeren, wo man hin moechte), seine Rucksaecke auf’s Busdach packen und dann noch irgendjemanden finden, der einem ein Ticket verkauft.

Fast!

Denn kurz vor Abfahrt kommen noch jede Menge Laoten, ein Sack Reis, jede Menge Tueten, Taschen, Koffer und Kisten. Das war’s schon. Jedenfalls fast.

Kurz danach kommt dann noch ein irgendein uniformierter Typ auf seinem Moto angefahren, um im Bus scheinbar willkuerlich Personendaten zu erfragen und aufzuschreiben, Paesse und Tickets zu kontrollieren und (natuerlich) von einigen Geld zu kassieren (obwohl bereits alle (!) im Bus ein Ticket gekauft hatten).

Wofuer das Geld war, konnten/wollten/durften uns selbst die englischsprechenden Laoten im Bus trotz mehrmaliger Nachfrage nicht erklaeren …

Unterwegs hatten wir dann insgesamt noch ein paar Stopps bei Haendlern, die uns lecker Banane mit frischer Ratte bzw. Maulwurf anbieten wollten … mjamm, mjamm, mjam! Bloederweise waren wir vom Fruehstueck noch satt. Zu schade aber auch … ;)

Hmmm ... lecker.

Zusaetzlich gab’s noch zwei weitere Polizeikontrollen (waren ja auch gut 100 km zu fahren), vor und nach denen jeweils der Busfahrer gewechselt hat?!?

Wer weiss, vielleicht hatte der eigentliche Fahrer einfach keinen Fuehrerschein, was das Ganze nicht unbedingt besser macht … naja, immerhin sind wir um 11.00 Uhr heil in Oudomxay angekommen :)

Nach ein bisschen Sightseeing, einem kurzen Einkauf haben wir uns ins angeblich beste Restaurant der Stadt aufgemacht, was seinem Ruf echt alle Ehre gemacht hat: traumhaft leckere laotische Kueche, weswegen wir uns danach auch kugelrund auf den Rueckweg gemacht haben :)

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35 Stunden im Niemandsland


2010
11.18

Nachdem uns unser kuehner Plan, alleine mit den Franzosen zur Grenze zu fahren erstaunlich gut funktioniert hat und es auch an der vietnamesischen Grenze selbst keine nennenswerten Probleme gab, haben wir dort oben sogar noch 6 weitere Traveller getroffen, die die gleiche Idee hatten und sich uns spontan anschlossen, um zusammen Richtung Laos zu marschieren.

Bis dahin lief alles super: nette Leute, mit denen wir sogar schon Plaene fuer die Weiterreise in Laos geschmiedet haben, entspannte Atmosphaere, strahlender Sonnenschein. Eigentlich alles bestens …

… bis tragischerweise einer unserer spanischen Begleiter gegen 8.30 Uhr kurz nach der Grenze zusammengebrochen ist. Da wir beide die letzten in unserem Tross waren und alle anderen nichts davon mitbekommen haben, sind wir ihm sofort zuhilfe geeilt. Traurigerweise waren unsere halbstuendigen Wiederbelebungsversuche auf der Strasse erfolglos …

Ungluecklicherweise passierte das Ganze genau zwischen den beiden Grenzpunkten von Vietnam und Laos, was alles nicht gerade einfacher machte.

Jedenfalls haben wir die nachfolgenden 1 1/2 Tage mit Verhoeren, Leichenbeschauungen, Protokollen, ohne Pass (den hatte man uns abgenommen), ohne Visum und mit ca. 30 Grenzbeamten verbracht, bis man uns am nachfolgenden Tag (auch auf Druck der Deutschen Botschaft hin)  gegen 16.00 Uhr endlich hat einreisen (!) lassen.

Die mittlerweile (nach anderthalb Tagen!) eingetroffene Ambulanz nahm uns “grosszuegigerweise” umsonst mit in die naechste Stadt, wo wir erstmal voellig erschoepft im erstbesten Hotel ins Bett gefallen sind.

Dien Bien Phu – Nachtrag


2010
11.16

Zwar spricht hier in der Gegend kaum noch jemand englisch, aber interessanterweise war die Koechin des Strassenrestaurants, in dem wir grad unsere abendliche Nudelsuppe geschluerft haben, in den 80ern mal fuer einige Zeit in Berlin und sprach auf einmal deutsch mit uns.

Sie hat dann auch gleich mal ein bisschen rumtelefoniert, als sie von unserem Problem gehoert hat und uns erklaert, dass der Bus theoretisch schon jeden Tag faehrt, aber momentan leider kaputt ist … ;)

Also vielleicht doch keine so schlechte Idee, morgen auf eigene Faust von hier abzuhauen, anstatt bis Donnerstag (oder Freitag, oder Samstag, oder …) zu warten :)

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Dien Bien Phu


2010
11.16

Der Tag faengt schon gut an: da unser Hotel heute morgen scheinbar nicht in der Lage war, uns nach dem Fruehstueck ein Taxi zum Flughafen zu organisieren, ging’s schonmal mit ‘ner halben Stunde Verspaetung los.

Auf der Autobahn zum Flughafen (wo man aufgrund des Verkehrs sowieso nur maximal 60 km/h fahren kann) war natuerlich zusaetzlich noch was? Genau: STAU!

Als wir dann endlich eine halbe Stunde vor Abflug am Flughafen waren (der fuer einen Hauptstadt-Flughafen erschreckend bzw. fuer uns gluecklicherweise recht uebersichtlich ist: 10 Counter, 10 Gates, 3 Flugzeuge), war unser Counter schon geschlossen.
Naja, irgendwie haben sie uns dann trotzdem noch mitgenommen ;)

Angekommen in Dien Bien Phu meinte unser Taxifahrer, uns erstmal die ganze Stadt zeigen zu muessen, statt uns zu unserem Hotel zu fahren. Als der Typ nach mehrmaligem Nachfragen immer noch weiterfuhr, sind wir einfach ausgestiegen … allerdings nicht, ohne ihn noch wuest zu beschimpfen. Irgendwie kam uns der Typ gleich komisch vor, als er direkt beim Losfahren sein Taxischild vom Dach abnahm. Und ein Taxameter gab’s natuerlich auch nicht.
Wieder mal beschissen worden. Elendes Taxifahrer-Gesindel!

Direkt nach dem Check-In im Hotel mussten wir dann am Busbahnhof feststellen, dass unser Bus Richtung Laos tatsaechlich nur dreimal die Woche faehrt. Und das bloederweise nicht morgen.

Das alles waere nur halb so schlimm, wenn wir nicht in so einem gottverlassenen Nest waeren, in dem es eigentlich nichts gibt, ausser einem Flugplatz und dreimal die Woche einen Bus nach Laos …
Wenn wir nicht wuessten, dass sie selbigen hier gerne gegrillt essen, koennte man fast sagen, hier liegt der Hund begraben. Wie gesagt: wenn … ;)

Zum Glueck haben wir auf dem oertlichen Markt vier Franzosen angesprochen, die exakt dasselbe Problem haben, von dem sie allerdings bis sie uns getroffen haben noch nichts wussten. Und wie zufaellig wohnen die auch bei uns im Hotel :)

Von daher haben wir gleich mal mit dem Hotel ausgemacht, dass sie fuer uns alle morgen frueh ein Taxi organisieren (was gar nicht so einfach war, da hier in der Gegend kaum noch jemand englisch spricht), das uns erstmal bis zur Grenze bringt. “Erstmal” deswegen, weil es von der vietnamesischen bis zur laotischen Grenze ca. 6 km sind (das heisst 6 km Fussmarsch mit Gepaeck!), und von dort aus angeblich weder Bus noch sonst irgendwas ins Landesinnere weiterfaehrt.
Naja, so recht glauben wir das alle noch nicht und fahren morgen frueh um 6.00 Uhr erstmal los. Wenn wir uns also die naechsten Tage nicht melden, dann fuhr wohl wirklich kein Bus … ;)
Obwohl: so, wie wir das gelesen haben, gibt es in den naechsten “Staedten” nach der Grenze sowieso weder Warmwasser noch Strom … ;)

Ach ja, und Reiseschecks tauscht hier oben in der Gegend uebrigens auch keine Bank mehr um. Kann also lustig werden die naechsten Tage ohne fahrenden Untersatz, Geld, Warmwasser und Strom ;)

Zeahl die Motos!


2010
11.15
Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Dies uebrigens mal als Beispiel dafuer, warum wir uns nicht schon in Saigon ein Moto ausgeliehen haben: eine kleine Altstadtkreuzung hier in Hanoi (in Saigon war’s noch schlimmer) …

Fussgaenger-Ampeln gibt es uebrigens nicht und Zebrastreifen zaehlen ungefaehr genauso viel wie die Ampelfarben oder “rechts vor links” … ;)

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Ha-Long-Bucht


2010
11.14

Nach einem schnellen Baguette von der alten Strassenverkaeuferin nebenan ging’s heut direkt mit dem Bus ins ca. 3 1/2 Stunden entfernte Ha-Long-Stadt, um dort auf eine gemuetliche 10-Personen-Dschunke umzusteigen und anschliessen quer durch die gleichnamige Bucht zu schippern :)

Ha-Long-Bucht

Man kann eigentlich nur sagen: atemberaubend, trotz der vielen Touristen.

Bei einem wirklich leckeren Mittagessen (Fisch, Tintenfisch, Huehnchen, Schwein, Tofu (fuer die ganz Harten), Gemuese …) mit extrem coolen Ausblick und chilliger Musik ging’s dann erstmal weiter nach draussen. Insgesamt echt eine nette Atmosphaere an Bord: kein stressender Guide, angenehme Leute, wunderschoene Landschaft … hier laesst sich’s aushalten :)

Da bis zum Abendessen noch genuegend  Zeit war, ging’s noch ein wenig mit dem Kajak durch die Bucht (was uebrigens bei der Kulisse drumherum ziemlich geil ist) und anschliessend mit einem Sprung vom Sonnendeck ins ca. 26 Grad warme, tuerkisblaue Wasser :)

Kajak-Fahren

Joa … mehr als ein bisschen chillen auf dem Sonnendeck, Tagebuch schreiben und dem guten Essen haben wir dann auch nicht mehr gemacht … zuschauen alleine hat schon gereicht. Die Umgebung war einfach faszinierend genug :)

Ha-Long-Bucht

Da tat es der Stimmung auch keinen Abbruch, dass unsere Besatzung trotz der eindringlich bittenden, verrueckten Franzoesinnen an Bord abends um 23.00 Uhr keine Lust mehr auf unsere Karaoke-Darbietungen hatte ;)

Hanoi


2010
11.13

Noch ziemlich geraedert und nach der ueblichen Prozedur am Bahnhof in Hanoi (Taxifahrer, “Hotelfaenger” etc.) sind wir erstmal zum Hotel UNSERER Wahl in die wirklich schoene Altstadt von Hanoi gefahren, um uns danach voll ins Sightseeing zu stuerzen: Onkel Hos Mausoleum, Museum fuer Militaergeschichte, Praesidentenpalast, Onkel Hos bescheidene Huette usw. …

In Ho Chi Minhs Wohnhaus wurde Stephan gleich von einem Polizisten mit Megaphon (irgendwie scheinen Megaphone hier ziemlich populaer zu sein) zusammengeschissen, weil er die Treppen nicht in der vorgeschriebenen Reihenfolge hochgestiegen war.

Anstrengend, aber lustig. Nur schade, dass Onkel Ho nicht selber da war: das Mausoleum ist fuer zwei bis drei Monate im Jahr leer, weil der Gute dann zur Neu-Einbalsamierung nach Russland faehrt. Bloederweise ist das genau jetzt … naja, shit happens ;)

Endlich Zugfahren!


2010
11.12

Man stelle sich vor: es regnet nicht! Ueberall nur Sonnenschein! Naja, kaum scheint wieder die Sonne, ist es gleich viel zu warm …

Heute stand mal echtes Sightseeing auf dem Programm, sprich Kaiserpalast und verbotene Stadt auch von innen! War zwar ziemlich beeindruckend (vor allem die Groesse des Ganzen), aber durch Vernachlaessigung in den letzten 40 Jahren auch leider ziemlich runtergekommen. Schoen war’s trotzdem :)

Richtig spannend wurde’s erst nachmittags, denn dann ging’s endlich zum Bahnhof. Hanoi, wir kommen!

Bereits am Bahnhof fuehlte man sich in alte DDR-Zeiten zurueckversetzt. Vom Zug selber ganz zu schweigen. Der Unterschied war eigentlich nur, dass hier vom Schaffner Huehnchen verkauft wird. Nur leider sah das so aus, als haette es die Strecke Saigon-Hanoi schon mehrmals hinter sich …

Naja, wir haben uns dann doch lieber fuer Trockenfleisch und Bier entschieden. Letztendlich war’s aber egal, denn das Fleisch war leider auch schon vor ca. 3 Monaten abgelaufen … hat trotztdem geschmeckt ;)

Warten am Bahnhof in Hue

Alles in allem ‘ne lustige und ziemlich nostalgische Zugfahrt. Zwar sind wir 1 Stunde zu spaet losgefahren und 3 1/2 Stunden zu spaet angekommen, aber bei (geplanten) 12 Stunden Fahrzeit fuer 600 km spielt das eigentlich auch keine Rolle mehr ;)

Eine Reklamation bzgl. der Verspaetung (und Kostenrueckerstattung) haben wir uns allerdings gespart. Irgendwie waren wir schon froh, dass wir den Aufruf unserers Zuges (auf vietnamesisch, logisch) ueberhaupt mitbekommen haben. Aufruf deswegen, weil hier scheinbar vor Einfahrt des Zuges keiner auf den Bahnsteig darf, sondern jeder Zug eine eigene Wartehalle hat, aus der man dann mit Megaphon aufgerufen wird, um sich in Reih und Glied zum Einsteigen anzustellen ;)