Archive for the ‘Leute’ Category

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Hue


2010
11.11

Nach der (verspaeteten, was sonst?) Ankunft in der ehemaligen Kaiserstadt Hue haben wir’s erstmal mit ein wenig Sightseeing versucht und sind bei ziemlich diesigem Wetter (aber immerhin das erste Mal ohne Regen seit ca. 3 Tagen) nach einem sehr guten Mittagessen Richtung Kaiserpalast aufgebrochen.

Bloederweise schliesst das Ding so frueh, dass wir ihn (erstmal) nur von aussen gesehen haben und uns anschliessend im (wie sollte’s auch anders sein?) stroemenden Regen und mit kurzem Halt in zwei Kneipen auf den Rueckweg zum Hotel gemacht haben.

Der Abend war schon besser: zwar hat’s immer noch geregnet, aber dafuer haben wir direkt um die Ecke ein Restaurant gefunden, in dem nicht nur das Essen gut war, sondern die (teilweise) deutschsprachige Bedienung erst Stephan und anschliessen Thomas vom Fleck weg heiraten wollte ;)

Am Trinkgeld kann’s nicht gelegen haben, aber irgendwie ist am Ende doch nichts aus der Sache geworden. Naja, wir muessen ja morgen eh weiter … ;)

Hoi An oder Der Weg ist das Ziel


2010
11.09

Heute morgen gegen 7.30 Uhr sind wir nach 12 Stunden Schaukelfahrt im Schlafbus endlich heil in Hoi An angekommen (dessen waren wir uns zwischendurch nicht immer sicher, siehe unten).

Der Zustand dieser sogenannten Nationalstrasse (und wahrscheinlich auch einzigen befahrbaren Strasse – jedenfalls nach vietnamesischen Standards), auf der wir die ganze Nacht unterwegs waren, laesst sich am besten damit beschreiben, dass der Eichberg  vor, naja, sagen wir mal 20 Jahren, dagegen als Highway durchgegangen waere … (fuer alle, die den Eichberg nicht kennen: erklaer ich euch noch)

Der monsunartige Regen seit Nha Trang hat dabei sein Uebriges getan, die letzten noch verbliebenen geteerten Flaechen (das Wort “Strasse” waere hier unangebracht) in 450 km schlammige Schotterpisten zu verwandeln.

Die mit Regenwasser gefuellten Schlagloecher waren teilweise so tief, dass das Gepaeckfach unseres Reisebusses (und damit auch unsere Rucksaecke) teilweise unter Wasser stand und alles in einem Zustand in Hoi An ankam, den man nicht wirklich als “trocken” bezeichnen kann. Der Inhalt unserer Rucksaecke logischerweise auch.

Naja, endlich mal ein Grund, nach nunmehr 11 Tagen Reise unsere 3 T-Shirts in den hoteleigenen Reinigungsservice zu geben ;)

Aber eigentlich waere auch das nicht noetig gewesen, schliesslich haben wir uns vorhin im Shopping-Paradies Hoi An (uebrigens ein sehr schoenes, beschauliches, kleines Staedtchen) fuer 2$ einen Satz neue T-Shirts gekauft :)

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Bei der Gelegenheit hat Stephan beim oertlichen Schneider auch gleich noch Mass fuer einen neuen Anzug nehmen lassen, den wir morgen direkt abholen koennen. Mal sehen, was dabei rauskommt … ;)

Ach ja, geschlafen haben wir im Bus komischerweise trotzdem. Bestimmt ganze 3 Stunden. Erstaunlich, an was man sich alles gewoehnen kann … dagegen war der Flughafen in Doha schon fast gemuetlich ;)

Moto-Fahren in Vietnam


2010
11.07

Da wir ja immer noch Urlaub haben, war Thomas der Meinung, mich heute morgen um kurz vor sechs wecken zu muessen, um mich noch voellig schlaftrunken und mit wuestem Haar zum Strand zu schleppen. Zwar hatten wir uns gestern noch vorgenommen, heute den Sonnenaufgang am Strand zu beobachten, aber irgendwie war der schon vorbei ;)

Immerhin hat sich das fruehe Aufstehen gelohnt, denn am menschenleeren Strand in der Haengematte zu liegen und der grad aufsteigenden Sonne sowie den Fischern zuzuschauen, die gerade direkt vor unserer Nase ihren naechtlichen Fang an Land ziehen, entschaedigt fuer so einiges …

Nach einem chilligen Fruehstueck auf der Terasse haben wir es dann gewagt, uns mit einem Motorroller in den vietnamesischen Verkehr zu stuerzen (der hier bei weitem nicht so schlimm ist, wie noch in Saigon) und damit mal die Umgebung zu erkunden. Zwar haben sich die Helme von der Groesse her nicht grossartig von einer halben Kokosnuss-Schale unterschieden, aber Pflicht ist schliesslich Pflicht. Auch, wenn’s scheisse aussieht :)

Moto-Fahren in Vietnam

Heute nacht geht’s um 1.00 Uhr erstmal weiter nach Nha Trang, um morgen frueh in aller Frische gegen 6.00 Uhr dort anzukommen. Diesmal jedoch nicht mit dem Moto, sondern mit dem Nachtbus ;)

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Mekong-Delta – 2. Tag


2010
11.05

Heute ging’s mit einem kleinen Kutter mitten in den “schwimmenden Markt” von Can Tho, anschliessend noch kurz hier- und dahin und gegen Mittag mit dem Bus wieder zurueck nach Saigon.

Schwimmender Markt Can Tho

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Mit dem Touri-Bus ins Mekong-Delta


2010
11.04

Nachdem wir gestern in Cu Chi in den Tunneln der Viet-Cong rumgestoebert haben, hiess es heute endlich: Mekong-Delta!

Nach einem kurzen Fruehstueck ging es (wieder mal 6.00 Uhr) auf dem Saigon-River mit dem Speedboot Richtung My Tho, um dort in einen kleineren Touristen-Kahn umzusteigen und die erste der drei geplanten Inseln (”Dragon Island”) im Mekong anzusteuern.

Hier mussten wir ein honigsaft-aehnliches Getraenk zu uns nehmen, durften einheimische Fruechte – wie bspw. Bananen – probieren und nebenbei traditioneller vietnamesischer Musik (”Jingle Bells”; Zitat unseres Tourguides: “Same song as everyday …”) lauschen … auf gut deutsch: ziemlich fuer’n Eimer. Aber egal, kommen ja noch zwei Inseln …

Auf der naechsten Insel hat man uns dann lang und breit erklaert, wie man aus Kokosnuessen Bonbons herstellt (und das natuerlich nur auf dieser Insel! ;) ) und warum man am besten moeglichst viele davon kaufen sollte …

Zwar war uns nicht ganz klar, wie die von Hand hergestellten und verpackten (man konnte ja schliesslich dabei zuschauen) Bonbons ploetzlich in die zum Verkauf angebotenen, vakuumverpackten Folien gekommen sind, aber wahrscheinlich hat man sich diesen Schritt in der Darbietungskette der touristischen Einfachheit halber einfach gespart … aber egal, wir haben trotzdem welche gekauft, waren ja schon irgendwie lecker :)

Zwar haben wir die zweiten Insel in kleinen Holzbooten auf palmengesaeumten Kanaelen wieder verlassen, aber viel doller als die erste war sie auch nicht gerade. Naja, egal, kommt ja noch eine … :)

Auf der dritten Insel hiess es dann endlich: Essen! Natuerlich gab es nur ein Restaurant zur Auswahl (wen wundert’s?), aber den dort angebotenen Elefantenohrfisch mussten wir trotzdem probieren … und der war auch wirklich lecker! :)

Danach (ca. 15.00 Uhr) ging’s mit dem Boot zurueck und anschliessend nochmal 2 1/2 Stunden mit dem Bus ins 90 km entfernte Can Tho zum Hotel. Aufgrund der extremen Strassenzustaende (Autobahn bzw. Nationalstrasse!) war an Schlaf dabei leider nicht zu denken. Spaetestens wenn man nach dem ersten Einnicken an der naechsten Bodenwelle bei Tempo 80 ca. 10 cm vom Sitz abhebt, ueberlegt man sich, ob man nochmal einschlafen will oder sich doch lieber festhaelt ;)

Ach ja, Gurte gab’s leider keine, dafuer aber eine Klimaanlage, die einem unaufhoerhrlich und unregulierbar die ganze Zeit ins Gesicht geblasen hat … soviel zum ersten Tag Mekong-Delta und organisierte Tour :)

Immerhin haben wir uns nach der Ankunft im Hotel (ohne AC) noch ein nettes vietnamesisches Strassenrestaurant gesucht. Zwar haben wir es bei der Erklaerung unserer Essenswuensche mit Haenden, Fuessen, Woerterbuch und anderen Anwesenden nur zu Nudeln mit Rindfleisch geschafft, die waren dafuer aber umso besser :) … Vielleicht lag das mit den Kommunikationsproblemen auch daran, dass es kein vietnamesisches Restaurant war und der Kellner deswegen die Uebersetzungen in unserem Reisefuehrer nicht verstanden hat, aber wer weiss das schon so genau, wenn man weder die Karte noch den Restaurant-Namen lesen geschweige denn aussprechen kann … ;)

Sai Gon


2010
11.02

Jetlag! … Irgendwie sind wir heut ziemlich spaet aufgewacht/aufgestanden (10:30 Uhr), aber neben der Zeitverschiebung haben wir ja noch das komplett dunkle Zimmer (Suite ohne Fenster) als Ausrede ;)

Als wir’s geschafft hatten, aufzustehen, haben wir uns erstmal mit Busfahren in Vietnam beschaeftigt. Zwar ist es super-guenstig (3.000 VND/ca. 0,10 EUR) und spannend, aber irgendwie weiss man nie so recht, wo man am Ende rauskommt … ?!? Naja, das Ende der Reise war jedenfalls der Ben-Thanh-Markt, eine Markthalle im alten, urspruenglichen Sai Gon, in der es so gut wie alles zu kaufen gab und wir erstmal unser verschlafenes Fruehstueck nachgeholt haben :)

Auf der Suche nach dem Ho-Chi-Minh-Stadt-Museum (welches wir nicht wirklich gefunden haben), sind wir irgendwie im Traveller-Viertel von HCMS gelandet, wo wir dann auch gleich mal ein Hotel in einer dunklen Seitengasse fuer die naechsten zwei Tage sowie eine Tour mit dem Speedboat nach Cu Chi gebucht haben.

Dank Stephan’s Abkuerzung auf dem Weg zurueck zur Bushaltestelle sind wir die nachfolgende Stunde im Regen, im Dunkeln quer durch HCMS geirrt (der Stadtplan, den wir heut gekauft haben hat seine aktuellsten Jahre auch schon lange hinter sich), um schliesslich doch ein Taxi zu nehmen, bei dessen Zustand wir uns allerdings auch nicht wirklich sicher waren, jemals wieder im Hotel anzukommen …

Und zum Schluss wie immer die grosse Unbekannte: Abendessen in Chinatown. Es war wohl irgendwas mit Garnelen, Nudeln und Fleisch. Welches Fleisch bzw. was die anderen 10 Zutaten waren, wissen wir bis jetzt noch nicht. Unserem Magen geht’s allerdings gut :)

Die naechsten Tage koennte’s hier bzgl. Infos etwas duenner werden, da wir morgen fast den ganzen Tag in Cu Chi und anschliessend wahrscheinlich zwei Tage im Mekong-Delta unterwegs sein werden … keine Ahnung, wie die’s auf den Inseln da mit dem Internet handhaben …

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“Good Morning Vietnam”


2010
11.01

Aufstehen 4:45 Uhr, Abreise Richtung Flughafen 5:30 Uhr … und um 9:15 Uhr hiess es dann endlich: “Willkommen in Vietnam” :)

Nach unseren ersten fuenf Minuten auf vietnamesischem Boden hat’s Thomas doch tatsaechlich geschafft, das erste Mal sein Portemonnaie zu verlieren. Gluecklicherweise gibt es hier ehrlich Kellner, die es einem auch noch aufheben und (mit Inhalt) zurueckgeben ;)

Als wir die 20 Minuten danach mit dem Verhandeln mit “illegalen” Taxifahrern verbracht hatten, die uns 50 bzw. 35 $ fuer eine Fahrt in die Stadt abknoepfen wollten (5 Minuten spaeter waren’s komischerweise nur noch 15 $ ;) ), hatten wir dann doch einen richtigen Taxifahrer gefunden … der uns dann bei der Ankunft im Hotel allerdings auch ueber’s Ohr hauen wollte. Als wir allerdings einen Passanten um eine englisch-vietnamesische Uebersetzung fuer den voellig ueberhoehten Fahrpreis von 200.000 VND bitten wollten (das Taxometer zeigte 130.000 VND!), hatte sich die Sache komischerweise auch erledigt ;)

Suite bezogen und zu Fuss auf zum naechsten Markt (das jedenfalls dachten WIR … irgendjemand an der Rezeption hatte uns wohl in die falsche Richtung geschickt) inkl. erstem leckeren asiatischen Essen im Strassenrestaurant, auch, wenn wir nicht so genau wussten, was eigentlich alles drin war. Aber fuer 10.000 VND (ca. 0,30 EUR) war das irgendwie auch egal :)

Zum Abendessen gab’s noch leckere Nudeln und Rind in der Strassenkueche um die Ecke. Das Erlebnis, Thomas dabei das erste Mal mit Staebchen essen zu sehen, war dabei gratis ;)