Nachdem wir gestern in Cu Chi in den Tunneln der Viet-Cong rumgestoebert haben, hiess es heute endlich: Mekong-Delta!
Nach einem kurzen Fruehstueck ging es (wieder mal 6.00 Uhr) auf dem Saigon-River mit dem Speedboot Richtung My Tho, um dort in einen kleineren Touristen-Kahn umzusteigen und die erste der drei geplanten Inseln (”Dragon Island”) im Mekong anzusteuern.
Hier mussten wir ein honigsaft-aehnliches Getraenk zu uns nehmen, durften einheimische Fruechte – wie bspw. Bananen – probieren und nebenbei traditioneller vietnamesischer Musik (”Jingle Bells”; Zitat unseres Tourguides: “Same song as everyday …”) lauschen … auf gut deutsch: ziemlich fuer’n Eimer. Aber egal, kommen ja noch zwei Inseln …
Auf der naechsten Insel hat man uns dann lang und breit erklaert, wie man aus Kokosnuessen Bonbons herstellt (und das natuerlich nur auf dieser Insel!
) und warum man am besten moeglichst viele davon kaufen sollte …
Zwar war uns nicht ganz klar, wie die von Hand hergestellten und verpackten (man konnte ja schliesslich dabei zuschauen) Bonbons ploetzlich in die zum Verkauf angebotenen, vakuumverpackten Folien gekommen sind, aber wahrscheinlich hat man sich diesen Schritt in der Darbietungskette der touristischen Einfachheit halber einfach gespart … aber egal, wir haben trotzdem welche gekauft, waren ja schon irgendwie lecker
Zwar haben wir die zweiten Insel in kleinen Holzbooten auf palmengesaeumten Kanaelen wieder verlassen, aber viel doller als die erste war sie auch nicht gerade. Naja, egal, kommt ja noch eine …
Auf der dritten Insel hiess es dann endlich: Essen! Natuerlich gab es nur ein Restaurant zur Auswahl (wen wundert’s?), aber den dort angebotenen Elefantenohrfisch mussten wir trotzdem probieren … und der war auch wirklich lecker!
Danach (ca. 15.00 Uhr) ging’s mit dem Boot zurueck und anschliessend nochmal 2 1/2 Stunden mit dem Bus ins 90 km entfernte Can Tho zum Hotel. Aufgrund der extremen Strassenzustaende (Autobahn bzw. Nationalstrasse!) war an Schlaf dabei leider nicht zu denken. Spaetestens wenn man nach dem ersten Einnicken an der naechsten Bodenwelle bei Tempo 80 ca. 10 cm vom Sitz abhebt, ueberlegt man sich, ob man nochmal einschlafen will oder sich doch lieber festhaelt
Ach ja, Gurte gab’s leider keine, dafuer aber eine Klimaanlage, die einem unaufhoerhrlich und unregulierbar die ganze Zeit ins Gesicht geblasen hat … soviel zum ersten Tag Mekong-Delta und organisierte Tour
Immerhin haben wir uns nach der Ankunft im Hotel (ohne AC) noch ein nettes vietnamesisches Strassenrestaurant gesucht. Zwar haben wir es bei der Erklaerung unserer Essenswuensche mit Haenden, Fuessen, Woerterbuch und anderen Anwesenden nur zu Nudeln mit Rindfleisch geschafft, die waren dafuer aber umso besser
… Vielleicht lag das mit den Kommunikationsproblemen auch daran, dass es kein vietnamesisches Restaurant war und der Kellner deswegen die Uebersetzungen in unserem Reisefuehrer nicht verstanden hat, aber wer weiss das schon so genau, wenn man weder die Karte noch den Restaurant-Namen lesen geschweige denn aussprechen kann …